Finanzielle Hilfe

Rasch und unkompliziert helfen – das ist das Ziel der Kärntner Landesregierung angesichts der großen Schäden nach den heftigen Regen- und Schneefällen der vergangenen Tage. Viele Menschen können nicht heizen, weil ihre Anlagen durch eindringendes Wasser und Schlamm kaputt sind. Andere Häuser sind in anderer Form unbewohnbar oder schwer beschädigt. Für sie wurde jetzt ein Soforthilfepaket im Umfang von fünf Millionen Euro geschnürt. Wie Sie zu finanzieller Unterstützung kommen, erfahren Sie hier:


Folgende Hilfestellungen seitens des Landes Kärnten sind vorhanden:


Für BürgerInnen:


Bürgerservice des Landes Kärnten:

Das Bürgerservice des Landes wurde als zentrale Vermittlungsstelle eingerichtet, in der alle Fragen und Anliegen zusammenlaufen. Dort erhält jede und jeder Betroffene Auskunft, an wen er sich im jeweiligen Fall wenden muss, oder wie man zum Geld aus dem Katastrophenfonds kommt. Ebenfalls bietet das Bürgerservice eine Prüfung des Versicherungsschutzes bzw. der Versicherungspolizzen an, sofern nach der Prüfung durch den oder die MaklerIn bzw. den oder die KundenbetreuerIn noch Fragen oder Unklarheiten auftreten. Tel: 050 536 22132


Soforthilfe

Die Soforthilfe unterstützt Menschen, die wegen der außergewöhnlichen Ereignisse in eine Notlage gekommen sind mit

  • 1.000 Euro bei leichten Schäden bis zu einer Höhe von 10.000 Euro
  • 3.000 Euro bei mittleren Schäden bis zu einer Höhe von 30.000 Euro
  • 5.000 Euro bei schweren Schäden ab einer Höhe von 30.000 Euro

Über das E-Governmentportal in den Gemeindeämtern ist ein HIBL-Antragsformular mit dem Button „Katastrophen“ online bereitgestellt, das von den Geschädigten gemeinsam mit den Gemeindebediensteten auszufüllen ist.


Kärntner Nothilfswerk

Beim Kärntner Nothilfswerk können Anträge auf Gewährung einer Katastrophenbeihilfe eingereicht werden. Detaillierte Informationen unter www.ktn.gv.at/katastrophenschutz



Für Dienstgeberinnen und Dienstgeber:


Entgeltfortzahlungen an Dienstgeberinnen und Dienstgeber:

Dienstgeberinnen und Dienstgeber, die bei ihnen beschäftigte Einsatzkräfte bei Großschadensereignissen bzw. Bergrettungseinsätzen unter Fortzahlung des Entgeltes von der Diensterfüllung befreien, erhalten eine Förderung. Die Abgeltung beträgt pauschal 200 Euro pro im Einsatz befindlicher Dienstnehmerin/befindlichem Dienstnehmer und Tag.


Die detaillierten Richtlinien und das Antragsformular finden Sie unter www.ktn.gv.at/katastrophenschutz



Für Gemeinden:


Auch bei diesem Schadensereignis können die Förderprogramme des Gemeindereferates abgerufen werden:


Katastrophenfonds des Bundes:

Es erfolgt eine Förderung von 50% über den Katastrophenfonds des Bundes (Bundesmittel). Der Antrag muss direkt bei der zuständigen Stelle des Bundes eingebracht werden.


Kommunales Tiefbauprogramm:

Der eigentlich bereits ausgeschöpfte Fördertopf des Kommunalen Tiefbauprogramms wurde extra für katastrophengeschädigte Gemeinden nachdotiert. Bitte bei der Antragstellung unbedingt auf die Richtlinien des Förderprogramms achten.


Folgende Förderquoten können gewährt werden:

  • 50% für die Sanierung von Gemeindestraßen
  • 35% für die Sanierung von Verbindungsstraßen
  • 25% für die Sanierung von Verbindungsstraßen im Rahmen des ländlichen Wegenetzes

Es ist zu beachten, dass die Förderquoten für die als förderfähig anerkannten und von der Gemeinde tatsächlich zu tragenden Kosten gelten!


Katastrophenschadenrichtlinie:

Es erfolgt eine Förderung von 25% der von der Gemeinde tatsächlich zu tragenden Beseitigungs- und Wiederherstellungskosten bei Katastrophenschäden an Gemeindeinfrastruktur.


WLV-Maßnahmen:

Es erfolgt eine Förderung von 25% der von der Gemeinde tatsächlich zu tragenden Kosten für WLV-Maßnahmen.

Sofortmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) und Bundeswasserbauverwaltung (BWV) [download]


Regionalfonds:

Auch bei diesem Schadensereignis werden den Gemeinden seitens des Gemeindereferats wieder zinsfreie Darlehen zur Ausfinanzierung bzw. Vorfinanzierung für die Beseitigung der Katastrophenschäden zur Verfügung gestellt.


Bitte beachten Sie unbedingt die detaillierten Richtlinien zu den Förderprogrammen, welche Sie unter folgendem Link finden: Richtlinien zu den Förderprogrammen des Gemeindereferats